Das Gespräch beginnen - von der Wahrnehmung zur Ansprache
Psychische Belastungen sind im nephrologischen Alltag häufig und stellen Pflegefachkräfte vor besondere kommunikative Herausforderungen. Eine bewusste und strukturierte Gesprächsführung kann helfen, Unsicherheiten zu reduzieren und den Umgang mit belasteten Patientinnen und Patienten zu unterstützen.

Abstract
Depressive Symptome gehören zu den häufigsten psychischen Belastungen bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung. Gleichzeitig fehlen im Dialyse- und Praxisalltag oft Zeit und Sicherheit, um belastende Themen gezielt anzusprechen. Pflegefachkräfte erleben Patientinnen und Patienten regelmäßig über lange Zeiträume und nehmen Veränderungen im Verhalten oder Befinden häufig frühzeitig wahr. Gerade kurze Begegnungen im Alltag können dabei entscheidend sein, um erste Hinweise auf psychische Belastungen zu erkennen und unterstützende Gespräche anzustoßen.
Darüber hinaus spielt die Art der Kommunikation eine zentrale Rolle im Umgang mit psychisch belasteten Patientinnen und Patienten. Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun („4-Ohren-Modell“) verdeutlicht, dass Aussagen auf unterschiedlichen Ebenen verstanden werden können und Missverständnisse insbesondere in belastenden Situationen leicht entstehen. Das Modell selbst wurde nicht im Sinne klassischer empirischer Wirksamkeitsforschung umfassend validiert, gilt jedoch als praxisnahes kommunikationspsychologisches Konzept und wird seit Jahrzehnten in Beratung, Pädagogik, Pflege und Medizin eingesetzt. Studien zur patientenzentrierten und empathischen Kommunikation zeigen allgemein, dass wertschätzende Gesprächsführung Vertrauen fördern, Missverständnisse reduzieren und die therapeutische Beziehung stärken kann. Wissenschaftliche Arbeiten von Schulz von Thun (1981) sowie weiterführende kommunikationspsychologische Veröffentlichungen unterstreichen daher vor allem den praktischen Nutzen einer bewussten und reflektierten Kommunikation im Gesundheitswesen.
Der Beitrag vermittelt praxisnahe Kommunikationsstrategien für herausfordernde Gesprächssituationen im nephrologischen Setting. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten „5 A“ der Gesprächsführung: Ansprechen, Anhören, Anerkennen, Anbieten und Anregen. Diese unterstützen Pflegefachkräfte dabei, Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema Depression und psychische Belastungen zu reduzieren und Gespräche wertschätzend sowie ressourcenorientiert zu gestalten. Ziel ist es, Pflegefachkräfte für kleine, aber wirkungsvolle Kommunikationsmomente im Dialysealltag zu sensibilisieren und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit psychisch belasteten Patientinnen und Patienten zu stärken.
Einleitung
Der Dialysealltag ist geprägt von festen Abläufen, hoher Arbeitsdichte und einem engen Zeitrahmen. Pflegefachkräfte versorgen Patientinnen und Patienten häufig gleichzeitig medizinisch, organisatorisch und psychosozial. Für längere Gespräche bleibt dabei oft wenig Raum. Dennoch entstehen gerade im Alltag kurze Situationen, in denen Patientinnen und Patienten Belastungen andeuten oder Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung oder Überforderung sichtbar werden.
Viele Pflegefachkräfte erleben solche Situationen als herausfordernd. Häufig besteht Unsicherheit darüber, wie das Thema Depression angesprochen werden kann, ohne Grenzen zu überschreiten oder Betroffene zusätzlich zu belasten. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung aus der Praxis, dass bereits kurze Gespräche einen wichtigen Unterschied machen können. Entscheidend ist dabei nicht die Länge des Gesprächs, sondern die Haltung, mit der Pflegefachkräfte Patientinnen und Patienten begegnen.
Gerade bei chronisch kranken Menschen spielt Kommunikation eine zentrale Rolle. Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung erleben häufig wiederkehrende Belastungen, körperliche Einschränkungen und emotionale Krisen. Dadurch reagieren sie oft sensibler auf Aussagen ihres Umfelds oder des Behandlungsteams. Um Missverständnisse besser zu verstehen, kann das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun hilfreich sein.
Das sogenannte „4-Ohren-Modell“ beschreibt, dass jede Nachricht gleichzeitig vier Ebenen enthält:
- die Sachebene (Welche Information wird vermittelt?)
- die Selbstoffenbarung (Was sagt die Person über sich selbst aus?)
- die Beziehungsebene (Wie steht die Person zu ihrem Gegenüber?)
- die Appellebene (Wozu möchte die Person den anderen bewegen?)
Ein einfacher Satz wie „Sie wirken heute müde“ kann daher unterschiedlich verstanden werden. Sachlich könnte damit lediglich eine Beobachtung gemeint sein. Auf der Beziehungsebene könnte die Aussage jedoch als Kritik oder Bewertung wahrgenommen werden. Gerade chronisch kranke Patientinnen und Patienten hören aufgrund ihrer Belastung, ihrer Erfahrungen im Gesundheitssystem oder bestehender Ängste häufig besonders sensibel auf der Beziehungs- oder Appellebene.
Für Pflegefachkräfte bedeutet dies, dass nicht nur der Inhalt einer Aussage wichtig ist, sondern auch Tonfall, Haltung und Beziehungsgestaltung. Wertschätzende Kommunikation kann helfen, Vertrauen aufzubauen und emotionale Belastungen frühzeitig wahrzunehmen. Gleichzeitig lassen sich Missverständnisse reduzieren, wenn Pflegefachkräfte bewusst formulieren, Beobachtungen klar benennen und Raum für Rückfragen schaffen. Das 4-Ohren-Modell verdeutlicht damit, weshalb empathische und reflektierte Kommunikation insbesondere im Umgang mit chronisch kranken Menschen von großer Bedeutung ist.
Menschen mit chronischer Nierenerkrankung erleben häufig eine dauerhafte Belastung durch die Erkrankung, regelmäßige Dialysebehandlungen und Einschränkungen im Alltag. Depressionen zählen daher zu den häufigsten psychischen Begleiterkrankungen in der Nephrologie (Shirazian et al., 2016; Bautovich et al., 2014). Umso wichtiger ist eine Kommunikation, die Beobachtungen ernst nimmt, Belastungen anspricht und Betroffenen das Gefühl vermittelt, gesehen und gehört zu werden.
Kommunikation als Ressource: Impulse aus der hypnotherapeutischen Kommunikation. Ein Exkurs.
Neben klassischen Kommunikationsmodellen gewinnen in der Gesundheitsversorgung zunehmend Ansätze an Bedeutung, die Ressourcen, Selbstwirksamkeit und innere Bilder von Patientinnen und Patienten stärken. Ein Beispiel hierfür ist die hypnotherapeutische Kommunikation nach Milton Erickson. Dabei handelt es sich nicht um Hypnose im Sinne einer Trancebehandlung, sondern um eine besondere Form wertschätzender, ressourcenorientierter Gesprächsführung (Erickson und Rossi, 1981).
Hypnotherapeutische Kommunikation geht davon aus, dass Sprache Aufmerksamkeit lenken und innere Prozesse beeinflussen kann. Im Mittelpunkt stehen lösungsorientierte Formulierungen, die vorhandene Stärken und Bewältigungsmöglichkeiten von Patientinnen und Patienten aktivieren (Gordon und Meyers-Anderson, 1981).
Während eine problemorientierte Frage lauten könnte:
„Haben Sie heute wieder einen schlechten Tag?"
würde eine ressourcenorientierte Formulierung eher fragen:
„Gab es heute trotz allem einen Moment, der etwas leichter war als sonst?"
Oder statt:
„Sie wirken sehr erschöpft."
könnte gefragt werden:
„Was hilft Ihnen an Tagen wie heute, die Behandlung trotzdem durchzustehen?"
Solche Fragen lenken die Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf Belastungen, sondern fördern die Wahrnehmung vorhandener Ressourcen. Gerade bei chronisch kranken Menschen kann dies dazu beitragen, Gefühle von Kontrolle und Selbstwirksamkeit zu stärken (Peter, 2015).
Elemente hypnotherapeutischer Kommunikation finden bereits in verschiedenen pflegerischen Bereichen Anwendung, beispielsweise in der Schmerzpflege, Palliativversorgung, Onkologie sowie bei der Begleitung von Menschen mit chronischen Erkrankungen (Peter, 2015). Im Dialysealltag können sie Pflegefachkräfte dabei unterstützen, auch in kurzen Begegnungen eine ressourcenorientierte und unterstützende Gesprächsatmosphäre zu schaffen.
Wichtig ist dabei: Hypnotherapeutische Kommunikation ist keine Manipulation sondern Kommunikation mit dem Unbewussten. Sie ersetzt weder psychologische Diagnostik noch therapeutische Interventionen. Sie stellt vielmehr eine ergänzende Kommunikationshaltung dar, die Aufmerksamkeit, Empathie und die Aktivierung vorhandener Stärken in den Mittelpunkt stellt (Erickson und Rossi, 1981).
Hauptteil
Kommunikation beginnt mit Wahrnehmung
Pflegefachkräfte erleben Patientinnen und Patienten oft über Monate oder Jahre hinweg. Dadurch fallen Veränderungen im Verhalten häufig frühzeitig auf. Manche Betroffene wirken plötzlich stiller, ziehen sich zurück oder erscheinen dauerhaft erschöpft. Andere reagieren gereizt oder verlieren sichtbar die Motivation für ihre Behandlung.
Im hektischen Alltag besteht jedoch die Gefahr, solche Veränderungen als „schlechten Tag“ oder normale Reaktion auf die Erkrankung einzuordnen. Deshalb ist eine bewusste Wahrnehmung wichtig. Schon kleine Veränderungen können Hinweise auf eine psychische Belastung sein.
Typische Warnsignale können sein:
- Auffälliger sozialer Rückzug
- Reduzierte Gesprächsbereitschaft
- Hoffnungslosigkeit oder Resignation
- Fehlende Motivation für die Behandlung
- Starke Erschöpfung oder Antriebslosigkeit
- Vermehrte Klagen über Sinnlosigkeit oder Überforderung
- Hohe Anspannung und aggressive Reaktion
Nicht jede Verhaltensänderung weist auf eine Depression hin. Dennoch lohnt es sich, aufmerksam zu bleiben und Beobachtungen ernst zu nehmen. Studien zeigen zudem, dass depressive Symptome bei Dialysepatientinnen und -patienten häufig unerkannt bleiben und mit einer verminderten Lebensqualität verbunden sind (Nablawi et al., 2025).
Die „5 A“ der Kommunikation im Pflegealltag
Für Gespräche über psychische Belastungen kann eine klare Struktur hilfreich sein. Die sogenannten „5 A“ bieten eine praxisnahe Orientierung für den Pflegealltag.
Sie beschreiben keine Psychotherapie, sondern eine kurze, professionelle Gesprächsstruktur: vom ersten Ansprechen über das Zuhören und Validieren bis zum konkreten Unterstützungsangebot und dem nächsten Schritt.
1. Ansprechen
Der erste Schritt besteht darin, eine beobachtete Veränderung respektvoll und konkret anzusprechen. Pflegefachkräfte müssen dabei keine psychologische Diagnose stellen. Entscheidend ist, die eigene Wahrnehmung zu teilen und eine offene Frage anzuschließen.
Hilfreiche Formulierungen sind:
- „Mir ist aufgefallen, dass Sie in letzter Zeit sehr erschöpft wirken. Wie geht es Ihnen im Moment?“
- „Sie wirken heute sehr belastet. Möchten Sie erzählen, was Sie beschäftigt?“
- „Viele Menschen mit Dialyse erleben Phasen, in denen sie sich überfordert fühlen. Kennen Sie solche Momente auch?“
Ansprechen bedeutet: Beobachtungen benennen, ohne zu bewerten. So entsteht ein Gesprächsangebot, das Betroffene annehmen oder auch zunächst ablehnen dürfen.
2. Anhören
Nach dem Ansprechen geht es darum, Raum zu geben. Anhören bedeutet, nicht sofort zu erklären, zu beruhigen oder Lösungen anzubieten, sondern zunächst wirklich zuzuhören. Gerade im Dialysealltag können wenige Minuten aufmerksames Zuhören entlastend wirken.
Praktisch heißt das:
- Offene Fragen stellen
- Pausen zulassen
- Blickkontakt und ruhige Präsenz anbieten
- Nicht vorschnell unterbrechen
- Nicht sofort relativieren oder trösten
Mögliche Sätze sind: „Erzählen Sie ruhig, was Sie gerade am meisten belastet“ oder „Ich höre, dass es im Moment sehr schwer für Sie ist.“
3. Anerkennen
Anerkennen bedeutet, Gefühle ernst zu nehmen und zu validieren. Viele Patientinnen und Patienten schämen sich für depressive Gedanken, Erschöpfung oder Hoffnungslosigkeit. Eine anerkennende Reaktion vermittelt: Ihre Belastung ist nachvollziehbar und Sie sind damit nicht allein.
Hilfreiche Formulierungen sind:
- „Das klingt nach einer sehr belastenden Situation.“
- „Ich kann verstehen, dass Sie sich im Moment erschöpft fühlen.“
- „Es ist nachvollziehbar, dass die Dialyse auch seelisch an die Grenzen bringen kann.“
Anerkennen heißt nicht, alles gutzuheißen oder kleinzureden. Ungünstig wären Sätze wie „Das wird schon wieder“ oder „Sie müssen positiv denken“.
4. Anbieten
Erst wenn die Belastung gehört und anerkannt wurde, sollte Unterstützung angeboten werden. Anbieten bedeutet, Möglichkeiten zu nennen, ohne Druck auszuüben. Pflegefachkräfte übernehmen keine therapeutische Verantwortung, können aber Brücken zu Hilfe bauen.
Je nach Situation können folgende Angebote passend sein:
- Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt
- Einbindung von Sozialdienst, Psychologie, Seelsorge oder psychiatrischem Dienst
- Nutzung standardisierter Screeningverfahren wie PHQ-2 oder PHQ-9
- Hinweis auf digitale oder andere niedrigschwellige Unterstützungsangebote
Mögliche Formulierung: „Wenn Sie möchten, können wir gemeinsam schauen, welche Unterstützung jetzt hilfreich wäre. Ich kann den Kontakt gern vorbereiten.“
5. Anregen
Anregen bedeutet, den nächsten kleinen Schritt zu erleichtern und vorhandene Ressourcen zu aktivieren. Es geht nicht darum, Patientinnen und Patienten zu überreden, sondern Hoffnung, Selbstwirksamkeit und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu fördern.
Mögliche Fragen können sein:
- „Was hat Ihnen in früheren schwierigen Phasen geholfen?“
- „Gibt es jemanden, mit dem Sie heute sprechen könnten?“
- „Wäre es für Sie in Ordnung, wenn wir das heute noch im Team ansprechen?"
- „Was wäre ein erster kleiner Schritt, der Ihnen etwas Entlastung bringen könnte?“
Anregen schließt den Kreis: Aus Wahrnehmung und Gespräch wird ein konkreter, machbarer nächster Schritt. Pflegefachkräfte müssen Probleme nicht allein lösen, aber sie können entscheidend dazu beitragen, dass Hilfe in Bewegung kommt.

Gesprächsführung im stressigen Alltag
Im Dialysealltag stehen häufig nur wenige Minuten für Gespräche zur Verfügung. Gerade deshalb sind kurze, aber bewusste Kommunikationsmomente wichtig.
Hilfreich sind dabei:
- Blickkontakt
- Aktives Zuhören
- Kurze offene Fragen
- Ruhige und wertschätzende Sprache
- Kleine Gesprächsangebote statt langer Gespräche
Oft genügt bereits ein kurzer Satz wie:
- „Wie geht es Ihnen heute wirklich?“
- „Ich habe den Eindruck, dass Sie gerade viel belastet.“
Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern ehrliches Interesse!
Diskussion
Gespräche über psychische Belastungen gehören nicht selbstverständlich zum pflegerischen Alltag. Viele Pflegefachkräfte erleben Unsicherheit im Umgang mit dem Thema Depression. Gleichzeitig besteht häufig die Sorge, emotionale Gespräche könnten zeitlich nicht leistbar sein oder Situationen „verschlimmern“.
Die Erfahrung aus der Praxis zeigt jedoch, dass bereits kurze Gesprächsmomente eine wichtige Wirkung entfalten können. Betroffene erleben häufig Entlastung, wenn ihre Belastung wahrgenommen wird. Entscheidend ist dabei weniger die Dauer des Gesprächs als vielmehr eine offene und wertschätzende Haltung.
Die „5 A“ bieten eine alltagsnahe Orientierung, um Gespräche strukturierter und sicherer zu gestalten. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass Pflegefachkräfte keine therapeutische Rolle übernehmen müssen. Vielmehr geht es darum, aufmerksam zu beobachten, Belastungen anzusprechen und Patientinnen und Patienten gegebenenfalls an weitere Unterstützung anzubinden.
Eine offene Kommunikationskultur innerhalb des Behandlungsteams kann zusätzlich dazu beitragen, psychische Belastungen frühzeitiger wahrzunehmen und Versorgungslücken zu reduzieren. Aktuelle Untersuchungen zeigen zudem, dass depressive Symptome eng mit einer reduzierten Lebensqualität und Therapieadhärenz verbunden sind, was die Bedeutung frühzeitiger Kommunikation zusätzlich unterstreicht (Nablawi et al., 2025).
Fazit
Depressive Symptome sind im Dialysealltag keine Seltenheit. Gleichzeitig fehlen im pflegerischen Alltag häufig Zeit und Sicherheit, um psychische Belastungen gezielt anzusprechen. Dennoch können bereits kurze Gespräche einen wichtigen Unterschied machen.
Pflegefachkräfte nehmen durch ihren engen und regelmäßigen Kontakt zu den Patientinnen und Patienten eine zentrale Rolle bei der Früherkennung ein. Die „5 A“ der Kommunikation – Ansprechen, Anhören, Anerkennen, Anbieten und Anregen – bieten dabei eine hilfreiche Orientierung für den Praxisalltag.
Entscheidend ist nicht das „perfekte Gespräch“, sondern eine offene, respektvolle und präsente Haltung. Kleine Momente von Aufmerksamkeit und ehrlichem Interesse können für Betroffene ein wichtiger erster Schritt sein, sich mit ihrer Belastung nicht allein zu fühlen.

Autorenangaben:
Dr. Gabriele Angenendt
Psychologische Psychotherapeutin
Dozentin
Vorstandsmitglied Stiftung Aktion Niere
Mit freundlicher Unterstützung von MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
Hinweise zu Interessenkonflikten:
Dr. Gabriele Angenendt steht zu verschiedenen fachlichen Themen in beratender Zusammenarbeit mit der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG.
Literaturverzeichnis
Bautovich, A., Katz, I., Smith, M., Loo, C. und Harvey, S., 2014. Depression and chronic kidney disease: A review for clinicians. Australian & New Zealand Journal of Psychiatry, 48(6), S.530–541.
Erickson, M.H. und Rossi, E.L., 1981. Experiencing Hypnosis: Therapeutic Approaches to Altered States. New York: Irvington Publishers.
Gordon, D. und Meyers-Anderson, M., 1981. Phoenix: Therapeutic Patterns of Milton H. Erickson. Cupertino: Meta Publications.
Lefrère, A., Burtey, S., Bobot, S., Belzeaux, R. und Bobot, M., 2025. Depression in chronic kidney disease: Particularities, specific mechanisms and therapeutic considerations. Behavioural Brain Research, 483.
Nablawi, R.A., Alghamdi, L.S., Alshaikh, A.E., Alagha, A.M., Alharbi, N.T., Ali, A.H., Khafaji, H.A., Zarei, E.W.E. und Alzahrani, N.A., 2025. Quality of life and depression among chronic kidney disease patients: A tertiary care center cross-sectional study. Frontiers in Nephrology, 5.
Peter, B., 2015. Hypnotherapie und Kommunikation im Gesundheitswesen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
Schulz von Thun, F., 1981. Miteinander reden 1: Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Schulz von Thun, F., 2010. Miteinander reden: Kommunikationspsychologie für Führungskräfte. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Shirazian, S., Grant, C.D., Aina, O., Mattana, J., Khorassani, F. und Ricardo, A., 2016. Depression in chronic kidney disease and end-stage renal disease: Similarities and differences in diagnosis, epidemiology, and management. Kidney International Reports, 2(1), S.94–107.